Mrz
24
2009
Fichtennadel war gestern, heute planscht man im Wein. Eintauchen in den Bottich mit Pinotage, Haare waschen mit Sauvignon Blanc Shampoo und abduschen mit Merlot. Danach den Body auf Hochglanz polieren mit einer Lotion aus Cabernet Sauvignon. Das alles kann man im Spa des südafrikanischen Weinguts Lanzerac erleben. Ob Chardonnay-Gesichtsmaske oder Merlot-Schaummassage – Wein ist hier Programm. Der Führerschein gerät dabei nicht in Gefahr, denn die Massagen, Packungen und Bäder basieren auf Traubenkernextrakten. Doch ganz trocken muss keiner bleiben: ein Glas Sparkling rundet das Erlebnis ab.
Leider liegt Lanzerac nicht gerade vor der Haustür. Macht aber nichts, denn das Wein-Menü für den Körper gibts auch in den deutschen Weingebieten. Mit dem einzigen Unterschied, dass die Trester-Packung dann eben vom Dornfelder oder Ruländer stammt.
Weitere Infos gibts u.a. hier: Bollants; Weintherapie; Weinromantikhotel; Wellviness; Parkhotel Bayersoien
Tags: Cabernet Sauvignon, Chardonnay, Pinotage, Sauvignon Blanc, Südafrika, Text, Wein, Wellness
Mrz
23
2009
Mehr als 31 Milliarden Flaschen Wein wurden 2007 getrunken – weltweit. Hauptanbauländer sind Frankreich, Italien und Spanien – sie produzieren zusammen mehr als die Hälfte des gesamten Verbrauchs.
Deutsche trinken mehr Wein: 39,4 Liter (2007; pro Einwohner ab dem gesetzlichen Mindestalter) und der Verbrauch wächst insgesamt um 22,5 Mill. Flaschen jährlich
Prickelnd: der meiste Schaumwein wird in Deutschland getrunken
Farbwechsel: Weißweinkonsum steigt, Rotwein verliert
Pink ist in: jede 10. Flasche ist ein Roséwein, Tendenz steigend
Man trinkt deutsch: Heimische Gewächse legten stärker zu als Importweine (+ 5,28 % vs. +2,81 %)
Deutschlands größter Lieferant: Italien mit knapp 60 Mill. Kisten (2007)
Quelle: VINEXPO-/IWSR-Studie 2009
Tags: Rotwein, Text, Trinken, Wein, Weißwein
Mrz
12
2009
Es hat bisschen was von einem Kasperletheater. Wir spielen immer dasselbe Stück. Chefkasperfrau bekommt meine Vorschläge. Nickt ab. Ich schreibe. Nach einer Woche fragt Kasperle: Hatten wir das so abgesprochen? Aha. Prima geschrieben, sagt Kasperle noch und taucht wieder tagelang ab. Jetzt kommt Kasperles Assistentin ins Spiel. Sie hätte mal ein bisschen recherchiert in der Zwischenzeit. Das Thema fällt ja wohl durch, ist zu speziell (stimmt, handelt ja von Wein). Kaspermädchen möchte einen neuen Text. Ich protestiere: War doch abgestimmt. Umsonst. Chefkasperfrau sagt jetzt auch: Wir brauchen ganz andere Personen. Erfolgreich, international bekannt, jung, weiblich – und möglichst aus der Region! Ich erkläre, dass diese Spezies in der Weinwelt nur begrenzt verfügbar sei. Wir einigen uns nach einigen Tagen auf einen Top-Promi-Ersatz-Winzer. Spätestens jetzt meldet sich der Bildkasper zu Wort. Das Foto gefällt mir nicht, heult er. Die folgenden fünf auch nicht. Er denkt nach. Irgendwann kommt Bildkasper auf die Idee, einen Fotografen an den Tatort zu schicken. Sofort gehts ihm besser. Noch vor Auslieferung des Heftes wird die Seite fertig. Ich glaube, Kaspermädchen mag mich nicht. Sie mag vielleicht keinen Wein. Auf jeden Fall nicht meine Texte. Sonst würde sie diese nicht so zerhacken und eine Buchstabensuppe draus kochen. Monat für Monat.
Kann natürlich sein, dass ich mich irre und Kasperles Assistentin nur zeigen will, was sie drauf hat. Sie wurde frisch engagiert im Kasperle-Verlag. Neulich hat sie gesagt, “das kommt gut”. Bei so viel Lob mach ich mich gleich an die Ideen fürs nächste Mal.
Tags: Büroalltag, Handel, Kochen, Redaktion, Schreiben, Text, Themenvorschläge, Wein