Jul
20
2010
Seit letztem Dienstag nichts Neues. Ich muss mal wieder was im Blog veröffentlichen, dachte ich. Bis heute Morgen. Da las ich in der Süddeutschen Zeitung den Artikel “Redakteur Robinson auf der Offline-Insel” von Alex Rühle. Der Text basiert auf den Erkenntnissen des amerikanischen Bloggers Nicholas Carr – wie wir durch das Internet immer zappeliger und unkonzentrierter werden.
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In einem Buch verlieren, das war früher. Permanentes Linkhopping unterspült unseren Aufmerksamkeitspegel. |
Früher war ich ein Taucher im Ozean der Worte. Heute rausche ich auf der Oberfläche entlang wie ein Wasserskifahrer.
So beschreibt Carr seine Veränderung im digitalen Zeitalter. Immer mehr Leute auferlegen sich eine digitale Fastenzeit. Der SZ-Autor Rühle nahm sich sechs Monate. Er berichtet, wie der Feierabend oder ein paar freie Tage von vielen als Anachronismus empfunden werden wie “Kohls wärmende Strickjacke im Haus der Deutschen Geschichte”, wie alle “Mauern zwischen Beruf und Privat zerbröckeln” oder wie man mit der Angst aufwacht, nachts etwas verpasst zu haben. So schlimm ist es bei mir zum Glück nicht, aber ich habe heute beschlossen, dass ich erst wieder etwas schreibe, wenn meine Ferien zu Ende sind. Und ja, ich kenne die Funktion des “In-die-Zukunft-veröffentlichen”. Trotzdem – oder gerade deshalb bleibe ich offline!
Tags: Büroalltag, Kommunikation
Jun
22
2009
Für alle, die sich gegen ungebetene Besucher wehren wollen, hat Heide Liebmann diesen genialen Fragebogen: “Wie man Hausierer abwimmelt” entworfen. Praktisch wäre dies auch fürs Telefon. Eine Art automatische Schleife, durch die lästige Anrufer geführt werden. So zehn Minuten lang … Weiterlesen »
Tags: Büroalltag, Marketing
Mai
12
2009

Danke für die Rosen, die heute Morgen bei mir im Büro ankamen. Da macht die Arbeit gleich doppelt Spaß! Ach, wenn doch nur jeden Tag so ein Rosenkavalier reinschauen würde …
Tags: Büroalltag
Mrz
12
2009
Es hat bisschen was von einem Kasperletheater. Wir spielen immer dasselbe Stück. Chefkasperfrau bekommt meine Vorschläge. Nickt ab. Ich schreibe. Nach einer Woche fragt Kasperle: Hatten wir das so abgesprochen? Aha. Prima geschrieben, sagt Kasperle noch und taucht wieder tagelang ab. Jetzt kommt Kasperles Assistentin ins Spiel. Sie hätte mal ein bisschen recherchiert in der Zwischenzeit. Das Thema fällt ja wohl durch, ist zu speziell (stimmt, handelt ja von Wein). Kaspermädchen möchte einen neuen Text. Ich protestiere: War doch abgestimmt. Umsonst. Chefkasperfrau sagt jetzt auch: Wir brauchen ganz andere Personen. Erfolgreich, international bekannt, jung, weiblich – und möglichst aus der Region! Ich erkläre, dass diese Spezies in der Weinwelt nur begrenzt verfügbar sei. Wir einigen uns nach einigen Tagen auf einen Top-Promi-Ersatz-Winzer. Spätestens jetzt meldet sich der Bildkasper zu Wort. Das Foto gefällt mir nicht, heult er. Die folgenden fünf auch nicht. Er denkt nach. Irgendwann kommt Bildkasper auf die Idee, einen Fotografen an den Tatort zu schicken. Sofort gehts ihm besser. Noch vor Auslieferung des Heftes wird die Seite fertig. Ich glaube, Kaspermädchen mag mich nicht. Sie mag vielleicht keinen Wein. Auf jeden Fall nicht meine Texte. Sonst würde sie diese nicht so zerhacken und eine Buchstabensuppe draus kochen. Monat für Monat.
Kann natürlich sein, dass ich mich irre und Kasperles Assistentin nur zeigen will, was sie drauf hat. Sie wurde frisch engagiert im Kasperle-Verlag. Neulich hat sie gesagt, “das kommt gut”. Bei so viel Lob mach ich mich gleich an die Ideen fürs nächste Mal.
Tags: Büroalltag, Handel, Kochen, Redaktion, Themenvorschläge, Wein, Weinwerbetext