Dez 19 2009
Wenn die Trauben zu hoch hängen
Maus und Spatz saßen an einem Herbstabend im Weinberg und plauderten miteinander. [...] Da schlich sich der Fuchs heran, seine Blicke hingen sehnsüchtig an den dicken, überreifen Trauben. Als er sich unbeobachtet fühlte, stützte er sich mit seinen Vorderpfoten gegen den Stamm, reckte kräftig seinen Körper empor – aber die Trauben hingen zu hoch. Etwas verärgert versuchte er sein Glück noch einmal. Diesmal tat er einen gewaltigen Satz, doch er schnappte wieder nur ins Leere. Ein drittes Mal sprang er und landete auf dem Rücken. Nicht ein Blatt hatte sich bewegt. Der Spatz, der schweigend zugesehen hatte, konnte sich nicht länger beherrschen und zwitscherte belustigt: “Herr Fuchs, Ihr wollt zu hoch hinaus!” Der Fuchs biss die Zähne zusammen, rümpfte die Nase und meinte hochmütig: “Sie sind mir noch nicht reif genug, ich mag keine sauren Trauben.” Mit erhobenem Haupt stolzierte er in den Wald zurück. (Quelle: Fabel von Äsop)
Wie man die süßen Trauben trotzdem bekommt
Die Moral von der Geschichte: Keiner offenbart gern, dass er sein Ziel nicht erreicht. Besonders ärgerlich ist das bei großen Aufträgen. Oder wenn der Traum vom Wunschkunden platzt. Was also tun, wenn die “verlockenden Früchte” (noch) nicht reif sind? Kleinere nehmen. Weiterlesen »



