Mrz
08
2010
Rindfleisch auf einen Lorbeerast stecken und ab auf die Glut damit. Dazu das typische Fladenbrot Bolo de caco mit Knoblauch bestreichen – fertig ist das Grillvergnügen auf Madeira.

Gegen diese Spieße erscheinen unsere Schaschliks wie Fleischfasern auf einem Zahnstocher. Espetada heißt das Riesenteil auf Madeira. Das sind Rindfleischstücke so groß wie eine Faust, aufgespießt auf einen Ast vom Lorbeerbaum. Unter 1,50 m geht gar nichts. Und: Grillen ist, auch hier, eine ernste Angelegenheit unter Männern. Das rohe Fleisch wird gesalzen und mit Knoblauch eingerieben. Fertig. Durch das langsame Garen über dem Holzkohlgrill zieht das Lorbeeraroma ins Fleisch – einfach lecker. Dazu schmeckt am besten ein Bolo de caco, das typische Fladenbrot. Mit Knoblauchbutter natürlich. Die Madirenser sind so verrückt nach Espetada, dass inzwischen die Lorbeerwälder unter Naturschutz stehen. Manch einer fädelt das Fleisch deshalb auf Metallspieße und schmeisst ein paar Lorbeerblätter in die Glut fürs Aroma. Im Restaurant hängen die Espetadas direkt am Tisch an einem Gestell und jeder zieht sich seine Brocken herunter. Für “Fleischfresser” ist das ein pures Vergnügen. Einzige Nebenwirkung bei diesem Grillfest verursacht der Knoblauch: drei Tage Mundgeruch wie ein Mammut.
Bisher im Madeira Mosaik:
Ankunft an der Fenchelbucht
Schwarz gefischt
Tags: Espetada, Essen, Lorbeer, Madeira, Männer, Restaurant, Wein
Mrz
05
2010
Espada gehört dazu. Überall auf Madeira. Seit Jahrhunderten leben die Fischer in Camara do Lobos vom Degenfischfang. Nur in der Nacht fangen sie den Tiefseeräuber – mit kilometerlangen Leinen und neuerdings mit GPS. Sein saftiges weißes Fleisch schmeckt köstlich mit Banane und Maracuja.
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Tags: Degenfisch, Espada, Essen, Madeira, Wein
Mrz
03
2010
Rentnerparadies – na und? Ein Grund für Langeweile ist das noch lange nicht. Atemberaubende Bergpfade, romantische Gärten oder schroffe Steilküsten offenbaren Madeiras Reize. Müsste man Portugals Außenposten im Atlantik als Wein beschreiben, dann so: vielschichtig, komplex und farbintensiv. Eine Insel wechselt ihr Image.
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Tags: beschreiben, Funchal, Madeira, Madeira Wine Company, Portugal, Schreiben, Wein, Wert
Mrz
01
2010
Glitzerschnee ade! Jetzt taut’s. Falls es sich der Frühling noch mal überlegen sollte – meinetwegen, ich bin gewappnet. Mit Salz. Natürlich will ich kulinarisch kultiviert durch den Restwinter kommen. Deshalb musste es schon eine Schachtel Flor de Sal D’Es Trenc Son Brull Scent sein.
Wow! Die Meersalz-Mischung enteist die Geschmacksnerven so was von gründlich. Mit Meerfenchel und sonnengetrockneten Ramaiet-Tomaten aus Mallorca. Ramaiet? Njet, nie gehört. Aber was für Kristalle! Ich träume von Sonne und Salz auf der Haut … will mehr davon! Vielleicht das mit Zitronenschalen, Zitronenthymian und Lavendelblüten und gleich noch das mit Ortanique-Orangen und Chili. Nicht verfügbar? Streng limitiert. War klar, noch ‘ne Eiszeit …
Tags: Flor de Sal D'Es Trenc, Gourmondo, Handel, Meersalz, Wein
Feb
24
2010
wie bei Jörg Linke. Dann würde die ProWein allerdings ein paar Monate länger dauern. Wegen gewisser Einladungen. Im Dutzend segeln sie gerade wieder aus dem realen und virtuellen Briefkasten. Meist direkt in die Ablage mittelinteressant oder nö. Daneben gibt es das Körbchen unbedingt hingehen. Da stapeln sich Besuchsvorschläge, die meine Neugier wecken. Weil sie mich überraschen. Wie diese:
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Tags: Einladung, Handel, Linke Weine, Messe, ProWein, Wein, Weinhandel, Würde Durst