Mai 07 2009
Marketing mit 140 Zeichen
Das Twitter nicht nur Geschwätz sich langweilender Teenager ist, hat sich inzwischen herumgesprochen – obwohl den Microbloggingdienst viele als Zeitverschwendung abtun. Stimmt, auch ich will nicht wissen, was Herr X gerade frühstückt oder wann Frau Y ins Bett geht. Diese “News” ignoriere ich genauso wie die lautstark handytelefonierenden Selbstdarsteller, denen man weder auf dem Klo noch auf einem Berggipfel entkommt. Trotzdem nervts – beides.
Wer twittert eigentlich? Das ermittelte eine Umfrage im März 2009. Der typische deutsche Nutzer ist durchschnittlich 32 Jahre alt, drei Viertel davon sind Männer. Acht von zehn (78%) haben Abitur und jeder vierte Twitterer ist in einer Führungsposition oder Unternehmer. Interessant: Frauen verstecken sich oft hinter Fantasienamen.
Die noch kleine Zahl der deutsche Weintwitterer veröffentlicht Mario Scheuermann zusammen mit Hans-Joachim Klose von weinwerk auf einer Karte.
Besonders für Unternehmen bieten sich neue Chancen, sich zu profilieren. Twitter ist Marketing (fast) zum Nulltarif. Sofern man sich an eine der wichtigsten Regeln hält: Mehrwert statt Werbung! Denn zugetextet werden wir schon von anderen.
Wer geschickt und persönlich kommuniziert, vermittelt seinen Kunden: Ich bin dabei! – und bindet sie. Außerdem tummeln sich bei Twitter unglaublich viele Multiplikatoren, die (für alle) interessante Botschaften wiederum in ihren Netzwerken verbreiten. Und schließlich eignet sich Twitter hervorragend dazu, den Markt zu beobachten oder das, was andere über einen selbst erzählen.
Wie man den Dienst sinnvoll nutzen kann, steht hier. Für alle, die nicht ständig “auf Sendung” sein müssen und trotzdem was zu sagen haben.
Twitter-Gegner finden sich hiermit bestätigt
:
Dann doch lieber twittern? Ist wenigstens nicht so laut.
Danke an Elke vom TextTreff, bei der ich dieses Video gesehen habe.
Ähnliche Artikel
Keine Kommentare


